Institut für Kreativitätspsychologie

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Neurographik Wanderausstellung

Neurographik erobert den Deutschsprachigen Raum – vom 4.5. bis 23.6. ERSTMALS im Stadtmuseum Hadamar

Abstrakte Kunst als Lebenskunst – zum Betrachten und Mitmachen!
Es ist der Künstlerin Petra Poth und ihrem neu gegründeten Verein ‚Kunst am Zaun‘ zu danken, dass die erste Station der Wanderausstellung NEUROGRAPHIK im Stadtmuseum Hadamar stattfindet. Am 29. April vor 5 Jahren erblickte diese Kunstrichtung als „kreative Transformationsmethode“ in Russland das Licht der Welt und ist seit 2017 auch im deutschsprachigen Raum im Vormarsch.

So unterschiedlich die farbenfrohen, kraftvollen Exponate der Sammlung von Neurographiken verschiedener Künstler*innen auch sind, so sehr wird das Verbindende dennoch spürbar und sichtbar: die Lebensfreude, die der fließenden Linienführung entspringt. Sie erinnert an Flussläufe, die Verästelungen von Baumkronen und Wurzelwerk oder auch an Nervenzellen mit ihren Synapsen. Über diese so genannte neurographische Linie treten wir in den Dialog mit unserem Gehirn. Damit können wir uns aus festgefahrenen Denkmustern lösen, verborgene Potenziale erforschen und neue Perspektiven entwickeln. Wie das funktioniert, kann man im Rahmenprogramm in Vorträgen und Miniworkshops erfahren.

Petra Dorothea Poth und der Verein Kunst am Zaun
„Manchmal passieren Dinge und man wird sich über Sinn und Fügung seines Lebens bewusst. Ende 2015 hatte ich mehrere kleine Schlaganfälle und die Kunst ist (m)ein Weg zurück ins Leben.“

Die Vision der Künstlerin und Neurographiktrainerin i.A. ist es, Menschen Mut zu machen, Grenzen zu sprengen, Lebensfreude zu schenken und mit ihrem Wirken und der Kunst sinnstiftende Charity-Projekte finanziell zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf www.kunst-am-zaun.de

Ein Ziel des Vereins ist es, ein grundsätzliches Bewusstsein für den Wert von künstlerischen Tätigkeiten zu schaffen oder diesen wieder zu entdecken. Er fördert Gemeinschaften in Bezug auf Kunst und vereint somit kunstschaffende und kunstinteressierte Menschen. Hierzu gehören auch das Bekanntmachen alter und neuer Methoden und Ihrer Auswirkungen auf Geist, Seele und Körper.

Pavel Piskarev und die Neurographik
Die Neurographik wurde von dem Petersburger Architekten, Künstler, Business-Trainer Dr. Pavel Piskarev entwickelt. Sie basiert auf Erkenntnissen der Neuropsycholgie, analytischen Psychologie, Gestaltpsychologie, Sozialpsychologie und modernen Management-Theorien. Sie ist eine kreative Transformationsmethode für das Lösen von Problemen und Konflikten, die sowohl in Einzel- als auch Gruppenarbeit angewandt wird. Aktuell wird sie schon in über 30 Ländern in den Bereichen Pädagogik, (Kunst-)Therapie, Coaching/Training/Beratung und NeuroArt betrieben.

Bereits bei den ersten Versuchen, sich auf die Neurographik einzulassen, kann man beobachten, wie man sich beruhigt, entspannt und Klarheit gewinnt. Doch mit regelmäßiger Übung wird man bald das breite Spektrum ihrer Einsatzmöglichkeiten erfahren. Man - und damit ist gemeint: jede/r! - kann alles zeichnen: zum Beispiel Handlungsstränge, Muster von Lebensumständen und Entwicklungsbahnen durch die Zeit. Auf einem Blatt Papier finden die unterschiedlichsten Aspekte (Sinneinheiten) komplexer Probleme harmonische Verbindungen zueinander und bieten überraschende grafische Lösungen. Daraus entstehen neue Denkimpulse; verfestigte  Strukturen werden aufgebrochen und Einschränkungen aufgelöst. Mit der eigenen neurographischen Zeichnung zu einem bestimmten Thema schaffen wir letztlich einen wirkungsvollen Bauplan für die Zukunft, mit dem wir weiterarbeiten können.

Mit der Neurographik kann jeder den Künstler/die Künstlerin in sich entdecken und erhält zugleich ein universelles Instrument, um mit den unterschiedlichsten Lebenssituationen auf neue, spielerische Weise zurechtzukommen. 

Du bist herzlich eingeladen zur Vernissage am 04. Mai um 17:00 Uhr.

Stadtmuseum Hadamar
Schloss 6-10
65589 Hadamar